Langer Abend der Studienberatung

Hattest du noch nicht die Gelegenheit, dich zum Thema Studium ausführlich beraten zu lassen?
Die HRW lädt euch zum Langen Abend der Studienberatung ein.

Studieninteressierte aufgepasst❗

Die HRW lädt dich zum „Langen Abend der Studienberatung“ ein – hierbei kannst du dich digital beraten lassen und all deine Fragen rund ums Studium stellen.

Dieses Angebot richtet sich an Studieninteressierte, die ihr Studium im kommenden Wintersemester beginnen möchten und bisher noch nicht die Gelegenheit gefunden haben, sich umfassend zu informieren.

Deine Beratung kannst du per Telefon 📞 oder Videokonferenz 💻 durchführen:

Wann: Am 24.06.2021, 17:00-20:00 Uhr

Melde dich hierfür per Mail unter: oder telefonisch: 0208 88254 -721 an.

„Triff den Stip“: Rosa-Luxemburg-Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung“

In unserer digitalen Veranstaltung „Triff den Stip!“ hatten Studierende und Studieninteressierte die Möglichkeit, Stipendiat:innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung kennenzulernen und ihnen Fragen zu ihrem Stipendium zu stellen.

In unserer digitalen Veranstaltung „Triff den Stip!“ hatten Studierende und Studieninteressierte die Möglichkeit, Stipendiat:innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung kennenzulernen und ihnen Fragen zu ihrem Stipendium zu stellen. Im Mittelpunkt stand dabei ein persönlicher Austausch, in dem die Stipendiat:innen über ihre Förderwerke berichteten und einen Eindruck über das Bewerbungsverfahren vermittelten.

Begleitet wurde „Triff den Stip!“ von unserem Talentscout Nils Bergenthum und Jennifer Rudolph von der Stipendienkultur Ruhr/Zentralen Studienberatung.

Zu den Aufgaben der Talentförderung der HRW gehört es unter anderem, Talente auf Stipendien aufmerksam zu machen und eine individuelle Begleitung zu ermöglichen. Hier findest du eine Zusammenfassung zu den wichtigsten Fragen und Infos sowie Vorteile und Förderungsmöglichkeiten und eine Übersicht zu den 13 großen Förderwerken:

Meldet euch bei eurem Talentscout, wenn ihr ausführlicher über das Thema Stipendien beratet werden möchtet!

Hochschulinformationstag Online der HRW

Die HRW öffnet ihre Türen und lädt dich zum Digitalen Hochschulinformationstag (HIT) ein!

Die HRW öffnet ihre Türen und lädt euch zum digitalen Hochschulinformationstag (HIT) ein! Hierbei könnt ihr von zuhause aus die Hochschule näher kennenlernen und eure Fragen rund ums Studium, Bewerbung und Einschreibung stellen. Freut euch auf Live-Talks 🗣️, Online-Führungen 🔬, Workshops ⚙️ und Online-Vorlesungen 📖.

🗓💻 Wann? 18. Juni ab 09 Uhr und ab 15 Uhr im Livestream
Hier findet ihr mehr Infos und den Link zur Anmeldung:

https://infotag.hochschule-ruhr-west.de/

Die ersten 100 Anmeldungen erhalten einen Goodie-Bag!

Vom Talent zum Talentscout

Vom Talent zum Talentscout? – Das ist möglich! Hendrik und Pascal lernten das Talentscouting an ihren ehemaligen Schulen kennen und stehen bis heute mit unserem Talentscouting-Team in enger Verbindung. Darüber hinaus absolvierten sie die Qualifizierung zum Talentscout, so dass sie zukünftig neue Talente begleiten und beraten können.

Hendrik und Pascal lernten das Talentscouting an ihren ehemaligen Schulen kennen und stehen bis heute mit dem Talentscouting-Team der HRW in enger Verbindung. Beide haben ihren Weg ins Studium gefunden und werden zusätzlich durch ein Stipendium gefördert und unterstützt. Darüber hinaus absolvierten sie die Weiterbildung zum NRW-Talentscout, die das NRW-Zentrum für Talentförderung der Westfälischen Hochschule im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen anbietet, so dass sie zukünftig neue Talente begleiten und beraten können.

Wie geht es euch zurzeit? Wie läuft euer Studium, bzw. euer Stipendium?

Hendrik: Zurzeit geht es mir sehr gut. Die Pandemie scheint allmählich den Geist aufzugeben und die Menschen erhalten neue Energie. Das beschwingt mich auch sehr! Im Studium läuft alles seinen gewohnten (digitalen) Weg. Die Noten passen und im Winter werde ich meine Bachelorarbeit schreiben. Was danach kommt… Ich weiß es selber noch nicht (lacht). Mein Studienwerk hat momentan sehr viele digitale Veranstaltungen. Zurzeit wähle ich wieder für das Werk zukünftige Stipendiat:innen aus. Das ist sehr viel Verantwortung, nichtsdestotrotz macht es unfassbar viel Spaß und Freude, junge engagierte Menschen zu sehen!

Pascal: Ich starte derzeit motiviert ins neue Semester, auch wenn ich mir wünschen würde, endlich wieder in Präsenz an der Uni zu lernen. In diesem Jahr werde ich den Antrag auf Weiterförderung für mein Stipendium stellen.

Wie seid ihr auf die Weiterbildung zum NRW-Talentscout aufmerksam geworden?

Pascal: Ich bin durch meinen Talentscout auf die Weiterbildung zum Talentscout aufmerksam geworden.

Hendrik: Jennifer Peters vom Team Beratung, Qualifizierung und Weiterbildung im NRW-Talentzentrum für Talentförderung hat mich einfach mal per Mail angeschrieben und gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte an der Zertifizierung teilzunehmen.

Was hat euch motiviert und dazu bewegt, euch fortzubilden?

Pascal: Mir tat das Talentscouting als Talent wirklich gut. Ich möchte dieses Gefühl weitergeben und deshalb war für mich direkt klar, dass ich mich fortbilden möchte.

Hendrik:

Generell ist Bildung nie ein abgeschlossenes Projekt und verlangt immer wieder einen eigenen Antrieb. Meine Motivation zielt ganz klar darauf, in meinen kleinen Rahmen Großes zu bewirken, indem junge Menschen von mir „empowert“ werden. Das bedeutet: Die eigenen Stärken nutzen und Schwächen als Chance sehen, um Großes für einen selbst zu verwirklichen. Dabei ist stets mein Gedanke: In Lösungen und Möglichkeiten denken!

Wie läuft eure Qualifizierung aktuell? Was steht in nächster Zeit bei euch an?

Pascal: Die Qualifizierung läuft richtig gut. Bald ist das Abschlusskolloquium und dennoch werde ich mit meinen Mitteilnehmenden im Kontakt bleiben. Wir haben eine schöne Gruppendynamik!

Was nehmt ihr als Talente aus dem Talentscouting mit? Welche Anknüpfungspunkte seht ihr in eurem zukünftigen Beruf?

Hendrik: Als Talent kann ich die Prozesse, die mit einem durchgeführt wurden, besser nachvollziehen. Außerdem ist mir sehr deutlich geworden, dass Talentscouts sich immer wieder selbst auf den Weg begeben, wenn sie ein Talent entdecken. Kein Talent ist gleich und somit immer wieder ein Abenteuer.

Pascal: Ich nehme aus dem Talentscouting Wertschätzung mit. Für Andere, wie auch für mich selbst. Da ich bald Sozialarbeiter bin, sehe ich für meine alltägliche Arbeit haufenweise Anknüpfungspunkte. Talente gibt es überall! Ich könnte mir für meine berufliche Zukunft auch vorstellen, komplett ins Talentscouting einzusteigen.

Auf welche Momente freut ihr auch als zukünftige Talentscouts? Seht ihr auch Herausforderungen?

Pascal: Ich freue mich schon auf die ersten Fortschritte, wie z.B. ein gestärktes Selbstvertrauen bei einer Person oder eine Bewerbung einer anderen für ein Stipendium. Ich würde mich freuen, wenn ich jemanden begleiten könnte, der/die seinen/ihren Traum erfüllen möchte. Ich sehe Herausforderungen im Empowern von Jugendlichen, da das ja immer ein Prozess ist, bin jedoch sehr optimistisch, dass das klappt!

Hendrik: Mich würde es riesig freuen, wenn ein Talent zu mir kommt und mir Dinge anvertraut, die sie/er eigentlich für sich behalten möchte. Des Weiteren werde ich Promoter für junge Bildungsaufsteiger sein und sie auf ihrem Weg begleiten. Jede Aufgabe hat Herausforderungen, die gelöst werden müssen. Ich verlasse mich dabei auf meine gelernte Gelassenheit, die mir dabei helfen wird, auch in heiklen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.

Könnt ihr einen besonderen Moment aus dem Talentscouting benennen, als ihr selbst noch Talente an euren ehemaligen Schulen wart?

Pascal:

Ich mich erinnere gerne an die Begeisterung zurück, die meine Talentscouts mir entgegengebracht haben. Das hat mich direkt mitgerissen und mich motiviert und irgendwie hat mich das auch nachhaltig geprägt.

Ihr habt dem Talentscouting-Team der HRW schon oft zur Seite gestanden – erzählt doch mal etwas darüber (z.B. Workshops, Talentvideos).

Hendrik: Die Talentscouts an der HRW wissen, dass wir beide Ansprechpersonen sind für Stipendien und Studienwechsel. Wir sind gerne bereit, unsere Erfahrungen zu teilen und sind schon (fast) alte Hasen in diesem immer wachsenden Talentscoutingnetzwerk.

Pascal: Der Dreh des Talentvideos war super witzig, da ich leider ein wenig eitel bin. Dennoch ist alles gut über die Bühne gelaufen (Anmerkung: das Video findest du auf YouTube). Auch die Begleitung von Workshops macht mir Spaß und ich freue mich schon auf die nächsten. Im Allgemeinen ist die Zusammenarbeit mit dem Team immer eine tolle Erfahrung! Es ist immer eine lockere und entspannte Atmosphäre und ich habe das Gefühl etwas zurückgeben zu können.

Habt ihr ein besonderes Ziel, bzw. einen Traum, was ihr zukünftig erreichen möchtet?

Pascal: Ein ganz klares festes Ziel ist es, mein Studium zu beenden und im sozialen Bereich tätig zu sein. Ein Traum wäre es, mein politisches Engagement zu intensivieren. Ich könnte mir auch vorstellen, Verantwortung und damit auch ein politisches Amt zu übernehmen. Mal sehen was noch so auf mich zukommt.

Hendrik: Meine Ziele sind eigentlich ziemlich unspektakulär: Studium abschließen, ein zuverlässiger Freund bleiben und bald mal wieder an den Strand fahren und dabei ein mittelmäßiges Buch lesen. Mein Traum: Ein kleine Wohnung in Katalonien zu kaufen und einfach mal dort abzuschalten.  

Zum Abschluss: Welche drei Worte oder Emotionen fallen euch zum Talentscouting ein?

Pascal: Wertschätzung. Empowerment. Akzeptanz.

Hendrik: Vertrauen, Spaß und Abenteuer.

Vielen Dank euch beiden für die spannenden Eindrücke als Talent und als Talentscouts! Wir sind gespannt und wünschen euch viel Erfolg auf eurem Weg als „Talent-Talentscouts“!

HRW-Podcast: „Chance Bildung“

Im Podcast der Hochschule Ruhr West „Chance Bildung“ geht es um das Thema Bildungsgerechtigkeit und wie bedeutend es ist, Potentiale zu entdecken und zu fördern, um einen Beitrag zur Chancengleichheit zu leisten. Jeder Mensch hat und ist ein Talent und die Talentförderung der HRW möchte leistungsstarke und engagierte Schüler:innen und Studierende erreichen, so dass diese langfristig und individuell begleitet werden können.

In Episode 6 geht es ums Talentscouting und wie Talente frühzeitig in den Schulen entdeckt und unterstützt werden.

Hier findest du den Podcast:
https://www.hochschule-ruhr-west.de/hrw-folgen/chance-bildung/

Viel Spaß beim Reinhören! 🎤🎧

Stipendienwahl-Onlineworkshops der HRW

Wie jedes Jahr bietet die Hochschule Ruhr West Stipendienwahl-Workshops für Schüler:innen und Studierende an. Talentscout Nils Bergenthum und Jennifer Rudolph von der Stipendienkultur Ruhr/Zentralen Studienberatung informierten die Teilnehmenden ausführlich über das Thema Stipendien und standen für Fragen offen. Die beiden Workshops fanden digital statt.

Wie jedes Jahr bietet die Hochschule Ruhr West Stipendienwahl-Workshops für Schüler:innen und Studierende an. Talentscout Nils Bergenthum und Jennifer Rudolph von der Stipendienkultur Ruhr/Zentralen Studienberatung informierten die Teilnehmenden ausführlich über das Thema Stipendien und standen für Fragen offen. Die beiden Workshops fanden digital statt.

Hier findet ihr eine kleine Zusammenfassung, der wichtigsten Fragen rund um ein Stipendium und die Antworten unserer Stipendien-Expert:innen Nils und Jenny:

Warum sollte ich mich für ein Stipendium bewerben? Welche Vorteile ergeben sich für mich?

Ein Stipendium bringt viele Vorteile. Das wohl Offensichtlichste ist die finanzielle Unterstützung und damit verbunden auch eine „sorgenfreieres“ Studium. Manchmal ermöglicht ein Stipendium aber auch die Teilnahme an Auslandsaufenthalten oder Sprachreisen. Dann eignet sich ein Stipendium auch gut dazu, Kontakte zu knüpfen, sowohl unter den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten als auch zu potentiellen Arbeitgebern. Zudem macht sich ein Stipendium auch gut im Lebenslauf, denn es zeigt, dass ihr Talente habt und euch engagiert und das ist Arbeitgebern viel wert.

Wie komme ich an ein Stipendium?

Dafür gibt es zwei Wege, entweder du bewirbst dich von dir selbst aus, also initiativ, oder du wirst von einer Person für ein Stipendium vorgeschlagen. Das können deine Professoren, Lehrer, Talentscouts oder andere Personen, die dich und deine Leistungen einschätzen können, sein.

Welche Arten von Stipendien gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Förderung. Die wohl am meisten Nachgefragte ist das Ausbildungsstipendium, welches Schüler/innen oder Studierenden u.a. (je nach Ausrichtung des Stipendiums)  Zuschüsse zu  Kursliteratur, Kurs- und Studiengebühren, Miete, Reisen, Praktika, Examensarbeiten und Studienprojekte gewährt. Die meisten Stipendien bieten jedoch nicht nur eine finanzielle Unterstützung. Auch die ideelle Förderung durch Veranstaltungen, Vorträge, Exkursionen, berufliche Orientierung oder Beratung bringt euch weiter. Neben dem klassischen Schüler- oder Studienstipendium gibt es jedoch noch weitere Formen wie z.B. ein Sportstipendium, Reisestipendien, Stipendien für Bedürftige oder auch für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung (z.B. durch eine Krankheit). Stipendien werden zudem auch in Voll- oder Teilstipendien unterteilt. Ein Vollstipendium garantiert die Förderung in voller Höhe, die eine Organisation für nötig hält. Bei einem Studienstipendium sind dies beispielsweise meist die vollen Semestergebühren, Fahrtkostenzuschüsse und teilweise auch Mietzuschüsse. Ein Teilstipendium finanziert nur einen Teil der anstehenden Kosten, z.B. die Ausgaben für Literatur oder einen Teil der Studienkosten.

Welche Stipendiengeber gibt es? Wo liegen die Unterschiede?

In Deutschland gibt es 13 Förderungswerke, die Stipendien an Schülerinnen und Schüler und Studierende vergeben. Die Stipendiengeber haben unterschiedliche Ausrichtungen. Manche sind bspw. gewerkschaftlich, politisch, religiös, unternehmerisch oder weltanschaulich organisiert.

Hier findet ihr eine Übersicht der einzelnen Ausrichtungen der Förderwerke:

Stipendienwahl-Workshop an der HRW

Stipendienwahl-Workshop an der HRW

Wir wünschen allen viel Erfolg bei ihrer Bewerbung für ein Stipendium!

Studieren im Ausland? Anna über ihr Studium in den Niederlanden

Anna K. ist ehemalige Schülerin am Elsa-Brändström-Gymnasium in Oberhausen und studiert nun Global Studies an der Maastricht University in den Niederlanden. In ihrem Gespräch mit ihrem Talentscout äußerte sie bereits früh den Wunsch, im Ausland zu studieren und nun befindet sie sich bereits im 2. Semester. Was muss man für ein Studium im Ausland beachten und wie sieht die Planung dazu aus?

Anna K. ist ehemalige Schülerin des Elsa-Brändström-Gymnasiums in Oberhausen und studiert nun Global Studies an der Maastricht University in den Niederlanden. In ihrem Gespräch mit ihrem Talentscout äußerte sie bereits früh den Wunsch, im Ausland zu studieren und nun befindet sie sich bereits im 2. Semester. Anna erzählt über ihr Studium im Ausland und welche Dinge es zu beachten und zu planen gilt.

Wann kam bei dir der erste Gedanke, im Ausland zu studieren? Bei mir äußerte sich der Gedanke im Ausland zu studieren tatsächlich sehr früh. Da meine älteren Schwestern beide auch im Ausland studiert haben, wurde ich sehr früh mit ihren Eindrücken konfrontiert und habe mich genauer damit befasst, welche Vorteile das Studium in einem anderen Land mit sich bringt. Hierbei war es mir wichtig, dass nicht nur der Studiengang zu mir passt, sondern auch die Studienmethode. Da viele deutsche Universitäten sehr traditionell ausgerichtet sind, war es mir wichtig neue Methoden des Lernens kennenzulernen und die perfekte Methode für mich zu wählen. Zudem hat mich der Gedanke in einem anderen Land zu studieren und ein neues, internationales Umfeld kennenzulernen schon immer gereizt.

Wie bist du auf deine jetzige Hochschule aufmerksam geworden? Wie verlief der Bewerbungsprozess? Ich bin auf die Universität Maastricht durch verschiedene Faktoren aufmerksam geworden. Zum einen hat meine älteste Schwester vor über 10 Jahren auch in Maastricht studiert. Dadurch hatte ich die Stadt in sehr positiver Erinnerung und die Universität immer im Hinterkopf. Tatsächlich bin ich letztendlich aber dann doch eher durch Zufall in Maastricht gelandet. Im letzten Jahr bin ich auf den Studiengang Global Studies aufmerksam geworden, der im Sommer eingeführt werden sollte. Dieser beinhaltete genau die Schwerpunkte, die mir in einem Studiengang wichtig sind. Zuvor hatte ich Studiengänge wie Umweltwissenschaften, Journalismus oder auch European Studies in Erwägung gezogen, jedoch waren mir diese nie breit gefächert genug. Global Studies dagegen versucht Lösungen zu globalen Problemen aus verschiedensten Perspektiven zu erkunden. Daher haben alle sechs Fakultäten in Maastricht zusammen das Curriculum erstellt. Zudem ist die Universität in Maastricht für ihr Problem-based learning (PBL) Konzept bekannt. Hierbei liegt der Fokus darauf, dass Student:innen miteinander und voneinander lernen, was mir persönlich sehr wichtig ist.

Der Bewerbungsprozess lief bei mir durch ein Motivationsschreiben, einem kurzen Essay und mein Abiturzeugnis, da Global Studies ein selektives Auswahlverfahren hat. Je nach Studiengang ist es hier aber sehr unterschiedlich gehandhabt.

Wie läuft es zurzeit bei dir im Studium? Bei mir läuft es zurzeit gut. Natürlich ist der Umschwung von der Schule in ein ganz neues Umfeld an der Universität erstmal eine Herausforderung gewesen und ich musste mich einfinden, mittlerweile bin ich aber extrem zufrieden und ich habe im letzten halben Jahr nicht nur neue Inhalte gelernt, sondern auch viel über mich selbst erfahren.

Inwieweit wie dein Studentenleben von Corona beeinflusst? Im Moment ist das Studentenleben natürlich ein anderes als gewohnt, da auch hier strenge Kontaktbeschränkungen vorherrschen. Jedoch fiel es mir wesentlich leichter durch kleinere Gruppen in Tutorien, schnell meine Kommiliton:innen. kennenzulernen. So ist es möglich, dass wir auch noch jetzt im Lockdown oft zusammen zu Abend essen, spazieren gehen, Sport machen, uns in einen der unzähligen Parks setzen oder den Sonnenuntergang an der Maas genießen. Obwohl unsere Veranstaltungen in der Universität zurzeit alle online stattfinden, verlieren wir trotzdem nicht den Kontakt zueinander und lernen uns alle immer besser kennen.

Welche positiven Erfahrungen konntest du bisher machen? Gab es auch Herausforderungen? Ich konnte in den letzten Monaten schon unzählige positive Erfahrungen machen. Insbesondere da der Fokus auf vielen Gruppenarbeiten und einem Miteinander liegt, habe ich gelernt, was es bedeutet auf andere zu zählen und definiere Erfolg nicht mehr allein durch Noten, sondern vor allem Zufriedenheit. Zudem motiviert mich das internationale Umfeld in Maastricht, immer neugierig und offen neue Perspektiven zu erkunden, die ich so nie in Erwägung gezogen hätte. Es ist wahnsinnig bereichernd viele verschiedene Standpunkte kennenzulernen und sich mit diesen in einem hochmotivierten Umfeld auseinander setzen zu können. 

Wie würdest du das niederländische Hochschulsystem beschreiben? Oder anders gefragt: Was macht für dich das Studium in Holland aus? Ich kann natürlich nicht für das niederländische Hochschulsystem im Allgemeinen sprechen, da jede Uni in den Niederlanden auch ihren eigenen Weg geht. Hier in Maastricht lerne ich aber ein besonders vielseitiges und innovatives Hochschulkonzept kennen. Wie bereits erwähnt liegt der Fokus durch das PBL Konzept darauf, dass wir voneinander lernen und unsere Erfahrungen, die wir aus ganz verschiedenen Hintergründen stammend gesammelt haben, teilen. Dadurch wird Leistung vor allem durch Kooperation, Problemlösefähigkeit und Kreativität definiert. Alle Konzepte, die wir lernen werden im nächsten Schritt angewendet und durch Projekte auf Probleme in der Welt bezogen. Daher bekommt man ein Gefühl dafür, wie diese Informationen auch später in einem Job bereichernd sein können und trainiert gleichzeitig seine Soft Skills, die im professionellen Umfeld sehr relevant sind. Es geht daher immer auch darum, sich mit seinen Stärken und Schwächen auseinander zu setzen, so seine Stärken besonders zu nutzen, aber gleichzeitige auch seine Schwächen anzuerkennen.

Welche Tipps und Ratschläge würdest du Talenten mitgeben, die sich ebenfalls für ein Studium im Ausland interessieren? Ich würde den Talenten mitgeben sich genau über die verschiedenen Universitäten zu informieren, um so den passenden Studiengang und das richtige Umfeld für sich zu finden. Zudem würde ich empfehlen die Stadt vorher einmal zu besuchen, da es auch unheimlich wichtig ist, sich in seinem neuen Umfeld wohl zu fühlen, gerade wenn man den Schritt geht in einem anderen Land zu studieren. Außerdem ist es ganz normal Respekt zu haben vor den neuen Erfahrungen, man sollte sich trotzdem aber nicht durch Ängste hemmen lassen, da ein solcher Schritt einer der bereicherndsten im Leben sein kann.

Welche Dinge sollte man beachten, wenn man ein Studium im Ausland plant? (z.B. Wohnung, Finanzierung?) Wenn man ein Studium im Ausland plant, sollte man sich – sobald man eine passende Universität gefunden hat – definitiv auch über die Finanzierung und Wohnsituation Gedanken machen. Hierzu sind insbesondere an international ausgerichteten Universitäten, die Websites sehr hilfreich. Zudem ergibt es immer Sinn, sich über soziale Medien mit den Botschafter:innen der jeweiligen Universitäten zu vernetzen, da diese einen genauen Plan haben, wie die Situation in der jeweiligen Stadt aussieht. So kann man sich eine Liste mit den geplanten Ausgaben machen, um diese mit Ersparnissen zu vergleichen oder auch Optionen wie Stipendien oder Auslands-BAföG in Erwägung zu ziehen. Auch ergibt es Sinn, sich schon einmal vorab die Mietpreise anzuschauen, um einen genaueren Eindruck des benötigten Budgets zu bekommen. Persönlich würde ich zudem empfehlen, sich den Bewerbungsprozess frühestmöglich genau anzuschauen, da zum Beispiel hier in den Niederlanden die Bewerbungsfristen weitaus früher enden als in Deutschland.

Wie sehen deine Planungen für die nächsten Jahre aus? Wirst du in den Niederlanden auch deinen Berufseinstieg beginnen? Ich habe mich versucht von ganz direkten Planungen für die nächsten Jahre erstmal frei zu machen, da ich sonst oft dazu tendiert habe, mir sehr viel Druck zu machen. Daher versuche ich jetzt gerade das Studium und die Inhalte erstmal im Moment wahrzunehmen und zu genießen. Ich könnte mir aber vorstellen einen Master zu machen, der sich mit Umweltpolitik befasst und die Implementierung von Richtlinien anstrebt. Ob ich danach hier in den Niederlanden arbeiten werde, hängt ganz von Jobchancen, Zielen und meinen Träumen dann ab. Gerne würde ich auch noch andere Länder genauer kennenlernen, um bestmöglich einen positiven Einfluss auf unsere und folgende Generationen haben zu können. Trotzdem schließe ich es nicht aus in den Niederlanden zu wohnen, da mir die Mentalität und Offenheit hier sehr gut gefällt.

Möchtest du den Talenten noch etwas mit auf dem Weg geben?

Egal wohin euer Weg nach der Schule führt, folgt immer euren Träumen. Nach der Schule beginnt eine Zeit, in der ihr euch selbst ganz neu finden könnt und selber entscheidet wohin eure Reise gehen soll. Ihr könnt entscheiden, wer ihr ganz unabhängig sein wollt. Nutzt diese Chance und macht euch frei von Erwartungen, die möglicherweise an euch gestellt werden. In erster Linie, ist es wichtig, dass ihr zufrieden mit eurem Leben seid, um eure Stärken zeigen und euern Talenten flügeln verleihen zu können.

„Triff den Stip“: Konrad-Adenauer-Stiftung und Stiftung der Deutschen Wirtschaft

In unserer digitalen Veranstaltung „Triff den Stip!“ hatten Studierende und Studieninteressierte die Möglichkeit, Fragen an Stipendiat:innen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft zu stellen und so aus erster Hand mehr über die Förderung durch ein Stipendium und über die beiden Begabtenförderungswerke zu erfahren.

In unserer digitalen Veranstaltung „Triff den Stip!“ hatten Studierende und Studieninteressierte die Möglichkeit, Fragen an Stipendiat:innen der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stiftung der Deutschen Wirtschaft zu stellen und so aus erster Hand mehr über die Förderung durch ein Stipendium und über die beiden Begabtenförderungswerke zu erfahren.

Niklas ist Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, Thorben wird von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft gefördert. Beide erzählten den neun Teilnehmenden über ihr Stipendium und u.a. inwiefern sie von ihrem Förderwerk unterstützt werden. Stipendiat:innen erhalten einerseits eine finanzielle Unterstützung, wodurch sie bei den Kosten ihres Studiums entlastet werden. Andererseits trägt die sogenannte ideelle Förderung dazu bei, dass geförderte Studierende Teil eines großen Netzwerkes werden, Zugang zu verschiedenen Programmen (Seminare, Exkursionen, Auslandsaufenthalte) erhalten und von Mentor:innen begleitet werden. Insgesamt trägt ein Stipendium dazu bei, dass Stipendiat:innen nicht nur finanziell unterstützt, sondern ebenso hinsichtlich ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt werden.

Begleitet wurde „Triff den Stip!“ von unserem Talentscout Nils Bergenthum und Jennifer Rudolph von der Stipendienkultur Ruhr/Zentralen Studienberatung.

Wir hoffen, dass wir bei den Teilnehmenden das Interesse für ein Stipendium wecken konnten und drücken allen Bewerbenden die Daumen!

Marks FSJ an einer Grundschule

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Coronazeiten? Das ist möglich! Ein „FSJ“ ist eine sinnvolle Möglichkeit nach dem (Fach-)Abitur, um sich vor einem Studium oder einer Ausbildung zu orientieren und die eigenen Interessen zu finden und Berufsfelder zu erkunden. Doch was genau ist ein FSJ und was musst du dafür wissen und tun?

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in Coronazeiten? Das ist möglich! Ein „FSJ“ ist eine sinnvolle Möglichkeit nach dem (Fach-)Abitur, um sich vor einem Studium oder einer Ausbildung zu orientieren und die eigenen Interessen zu finden und Berufsfelder zu erkunden. Doch was genau ist ein FSJ und was musst du dafür wissen und tun? Talent Mark begann nach seinem Abitur an der Heinrich-Böll-Gesamtschule Oberhausen seinen Freiwilligendienst an einer Grundschule und erzählt, wie sein Alltag zurzeit aussieht und welche Vorbereitungen er dafür treffen musste.

Wieso hast du dich für ein FSJ entschieden? Durch meine verschiedenen Tätigkeiten im sozialen Bereich habe ich schnell gemerkt, dass ich gerne später im schulischen Bereich tätig sein möchte. Das FSJ hat es mir dahingehend ermöglicht, meine Kenntnisse und Erfahrungen nochmals zu erweitern. Zudem bereitet mir das FSJ eine gute Abwechslung zum normalen Alltag eines Schülers oder Studenten.

War die Bewerbung aufwendig? Die Bewerbung war recht unkompliziert und einfach. Bei meinem Träger muss man lediglich nur ein kurzes Bewerbungsformular online ausfüllen und bekommt dann zeitnah passende Vorschläge für freie Einsatzstellen zugeschickt. Danach folgt nur noch ein Bewerbungsgespräch bei der jeweiligen Einsatzstelle.

Welche schönen Erfahrungen konntest du bereits machen? Welche Herausforderungen bringen dein Berufsalltag mit sich? Innerhalb meines Freiwilligen Sozialen Jahres konnte ich bis jetzt einige schöne Erfahrungen machen. Beispielsweise durfte ich vor kurzem das erste Mal eine Klasse mehr oder weniger komplett alleine unterrichten. Auch durfte ich in der Vergangenheit schon das ein oder andere schöne Projekt mit den Kindern gestalten und durchführen.

Mein Berufsalltag ist eigentlich jeden Tag wie eine Wundertüte. Am Morgen weiß man nicht was bis zum Feierabend passiert.

Einerseits bringen neue Aufgaben oder unvorhersehbare Situationen teils Herausforderungen mit sich. Jedoch sind diese meist dann doch recht schnell gemeistert. Klar bringt natürlich auch die Auswirkung der Corona-Pandemie, die ein oder andere Herausforderung im Berufsalltag mit sich.

Inwiefern wird dein Freiwilliges Soziales Jahr von Corona beeinflusst? Mein FSJ wird ziemlich stark von Corona beeinflusst, da wir regelmäßig neue Anweisungen zur Eindämmung des Coronavirus bekommen. Somit müssen wir uns regelmäßig an die neuen Vorschriften gewöhnen und gleichzeitig ein Auge auf die Einhaltung der Vorschriften bei den Kindern haben. Durch Corona wird der ganze Arbeitsalltag innerhalb des Freiwilligen Sozialen Jahres mehr oder weniger ziemlich auf den Kopf gestellt und stellt uns manchmal vor neue Herausforderungen. Trotzdem gibt es aber auch die Momente, wo man das FSJ einfach nur genießen kann und Corona nicht so sehr den Arbeitsalltag beeinflusst.

Welche Erfahrungen bringst du aus dem sozialen Bereich mit? Ich arbeite seit 2016 bei den Ferienspielen der Stadt Oberhausen als Teamer. Zudem bin ich auch schon seit einigen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit der evangelischen Kirche in Oberhausen ehrenamtlich tätig. Auch gebe ich insgesamt drei Schülerinnen und Schülern Nachhilfe in verschiedenen Fächern.

Was glaubst du, für wen ein FSJ geeignet ist? Meiner Meinung nach ist ein FSJ für Schülerinnen und Schüler geeignet, die sich vorstellen können später im sozialen oder schulischen Bereich zu arbeiten. Es gibt sehr viele verschiedene Einsatzstellen in den unterschiedlichsten Bereichen. Hier lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Internetseiten der jeweiligen Träger, die ein FSJ anbieten. Weiterhin ist ein FSJ aus meiner Sicht auch für Schülerinnen und Schüler geeignet, welche sich eventuell noch unsicher sind welcher Beruf im sozialen Bereich besser zu ihnen passt. Durch das FSJ ist es möglich, die verschiedensten Berufe innerhalb der Einsatzstellen kennenzulernen und auszutesten.

Welche Tipps und Ratschläge gibst du Talenten, die sich ebenfalls für ein FSJ bewerben möchten?  Zuerst einmal sollte man sich genau überlegen, welcher Einsatzbereich zu den persönlichen Interessen und vielleicht auch möglichen Berufswünschen passen könnte. Im weiteren Verlauf lohnt sich dann ein Blick auf die Internetseiten der verschiedenen Träger, die ein FSJ anbieten. Dort werden mögliche Einsatzstellen mit ihren jeweiligen Kontaktdaten angezeigt. Weiterhin empfehle ich, nicht vor Initiativbewerbungen zurückzuschrecken. Manche Einrichtungen sind zwar nicht auf den gängigen Seiten vertreten, bieten aber jedoch trotzdem manchmal ein FSJ an. Zudem bieten manche Einsatzstellen an, innerhalb ihrer Einrichtung für ein paar Tage zu hospitieren. Dies ist eine ideale Möglichkeit, einen guten Einblick in den Alltag in deiner Einsatzstelle zu bekommen. Falls man sich noch nicht so ganz sicher ist, sollte man auf jeden Fall – wenn möglich – davon Gebrauch machen.

Zu guter Letzt rate ich, die Bewerbungen für ein FSJ rechtzeitig zu schreiben. Hierbei ist eine frühzeitige Recherche Gold wert, da die Bewerbungsfristen teilweise sehr unterschiedlich sind.

Wie sehen deine Pläne nach dem FSJ aus? Nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr möchte ich ein Lehramtstudium beginnen. Später möchte ich dann gerne an einer Grundschule als Lehrer tätig sein, da mir die Arbeit mit dieser Altersklasse am meisten Spaß macht.