Medizinisches Studium auch ohne 1,0er-Schnitt studieren? Ja, das geht!

Du willst Medizin, Tiermedizin, Zahnmedizin oder Pharmazie studieren gehörst aber nicht zu den 1,0er-Kandidaten? Kein Problem! Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie du auch ohne Bestnote im Abitur einen Platz im medizinischen Studium bekommst. Wir zeigen dir, worauf du achten solltest…

Die Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie gehören zu den begehrtesten Studiengängen in Deutschland. Doch im letzten Wintersemester erhielt nur jeder 5. Bewerber auch eine Zusage. Dies und die aktuellen NC-Werte zwischen 1,0 und 1,6 schrecken viele Bewerber ab.

Aber es gibt auch ein paar Wehrmutstropfen, für diejenigen die keinen 1,0er-Schnitt im Abitur hatten. Die NC-Werte der Studiengänge ergeben sich in den allermeisten Fällen nur aus einem Teil der Bewerber, den sogenannten „Abiturbesten“. Diese machen oft jedoch gerade mal 20% aller zu vergebenen Studienplätze aus. Nahezu jede Universität nutzt aber neben dem klassischen Auswahlverfahren nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder berufliche Qualifikation) auch ein eigenes Auswahlverfahren der Hochschule (AdH). Diese Auswahlverfahren richten sich oft nach anderen Kriterien als die Note des Abiturzeugnisses. Hier ein paar Beispiele für die unterschiedlichen Auswahlverfahren der Universitäten:

 

Beispiel Medizin:

Universität Ulm (Studiengänge Medizin und Zahnmedizin):

  • 60% aller verfügbaren Plätze werden durch das Auswahlverfahren der Hochschule (AdH) vergeben (Voraussetzung für das AdH ist ein Notendurchschnitt von 2,5 oder besser)

Platzvergabe im Auswahlverfahren der Hochschule (AdH):

  • 50% durch Abiturnote + Verbesserung der Abiturnote um maximal 0,3 Notenpunkte bei einer beruflichen Qualifizierung (z.B. eine abgeschlossene Berufsausbildung als Rettungsassistent/in oder eine ehrenamtliche Tätigkeit beim DLRG);
  • 50% durch Abiturnote + Testergebnis des Tests für Medizinische Studiengänge (TMS)

 

Beispiel Tiermedizin:

Tierärztliche Hochschule Hannover:

  • 60% aller verfügbaren Plätze werden durch das AdH vergeben (Voraussetzung ist ein Notendurchschnitt von 2,5 oder besser und die Angabe der TiHo als erste Ortspräferenz)

Platzvergabe im Auswahlverfahren der Hochschule (AdH):

  • Alle Kandidaten, die die Voraussetzungen für das AdH erfüllen werden zu einem schriftlichen Motivationstest eingeladen
  • Die Auswahl und Vergabe der Studienplätze im AdH richtet sich dann nach folgender Rangordnung:
  1. Durchschnittsnote im Abitur
  2. Ergebnis des schriftlichen Motivationstests
  3. Abschluss einer staatlich anerkannten Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer in einem studienrelevanten Beruf (soweit vorhanden)
  4. Belegung der naturwissenschaftlichen Fächer Physik, Chemie und Biologie in den letzten vier Schulhalbjahren (soweit vorhanden)

 

Das klingt doch schon mal positiv. Denn auch mit einem Durschnitt von 2,5 kann man an den Auswahlverfahren der Hochschulen teilnehmen. Und hier kann man seinen Notendurchschnitt oftmals durch praktische Tätigkeiten im medizinischen Bereich verbessern.  Hat man keine Ausbildung, Praktikum oder ähnliches abgelegt, dann kann man bei schriftlichen Motivationstests, Auswahltests, Fragebögen oder Auswahlgesprächen der Hochschulen beweisen, dass man auch ohne 1,0er-Schnitt das Zeug zu einem medizinischen Studium hat. Zudem solltet ihr die Ortspräferenz bei der Bewerbung für einen medizinischen Studiengang beachten. Alle Studienplätze für medizinische Studiengänge an den öffentlichen Hochschulen in Deutschland werden über das Portal hochschulstart.de vergeben. Bei deiner Bewerbung solltest du dir daher genau überlegen, welche Hochschule für dich die erste, zweite oder dritte Wahl ist. Denn manche Hochschulen, wie z.B. die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), nehmen nur Bewerber in das Auswahlverfahren auf, die die TiHo als erste Wahl (also 1. Ortspräferenz) ausgewählt haben. Besonders bei kleineren Hochschulen wie z.B. Jena, Mainz oder Halle-Wittenberg hat man somit bessere Chancen auf ein medizinisches Studium, da diese kleineren oder unbekannteren Standorte seltener als erste Wahl angegeben werden.

Berücksichtigst du also alle Kriterien bei der Platzvergabe für ein medizinisches Studium: berufliche Qualifizierung, Auswahltests, Ortspräferenz oder deine Stärken lagen genau in den naturwissenschaftlichen Abiturfächern, dann hast du auch ohne 1,0er Schnitt gute Chancen einen Studienplatz.

Eine Übersicht über die Auswahlgrenzen für die Ortspräferenzen der einzelnen Hochschulen findest du hier in den Statistiken unter „Angebot und Nachfrage“ der Seiten von hochschulstart.de

 

Prüfungs-Überlebens-Training an der HRW – Mit Motivation und Tricks zum Erfolg

Wie lerne ich richtig? Wie baue ich meine Angst vor Prüfungen ab und meine Motivation auf? Darum ging es in unserem Workshop „Prüfungs-Überlebens-Training“ mit Coach Beate Grundmann.

 

Im Rahmen der Herbstferien-Akademie an der Hochschule Ruhr West vom 17.10. – 19.10.2018 bot auch das Talentscouting drei Workshops für interessierte Schüler*innen an. Die Workshops des „Püfungs-Überlebens-Training“ bereiten die Schüler*innen nicht nur auf die anstehenden Abitur-Prüfungen vor, sondern vermittelten ihnen auch viele „Soft-Skills“, die im Berufsleben und Alltag sehr nützlich sind. Zusammen mit Jugendcoach Beate Grundmann gingen die interessierten Schüler*innen  die Herausforderung „Prüfungen“ an.

Die Motive der Schüler*innen, in ihren Ferien an dem Workshop teilzunehmen, waren ganz unterschiedlich: z.B. Probleme sich zu konzentrieren, keine Motivation, Schwierigkeiten sich Dinge merken, strukturiert lernen und vieles mehr. Beate Grundmann hatte jedoch zu allen Themen viele Tipps und Tricks für die Schüler*innen parat.

Jeder Workshop-Tag setzte den Fokus auf ein anderes Thema. Am ersten Tag lernten die Teilnehmer/innen verschiedene Lern- und Merktechniken kennen, durch die sie z.B. in kürzester Zeit Inhalte auswendig lernen können.

Am zweiten Tag widmeten sich die Schüler*innen ihrem Zeitmanagement. Hier erarbeiteten sie neue Wege, um besser und strukturierter zu lernen und gleichzeitig auch genug Freizeit als Ausgleich einzuplanen.

Am dritten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Motivations- und Konzentrationstraining und dem dazugehörigen Mentaltraining. Die Talente testeten Methoden aus, mit denen sie ihre Ziele immer klar vor Augen haben, um dadurch ihre Motivation zu steigern und ihren inneren Schweinhund zu besiegen.

Es wurde viel ausprobiert und der Fragen- und Erfahrungsaustausch war rege. Bei der Vielfalt der Tricks und Tipps  von Frau Grundmann war für jeden etwas dabei.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei allen anstehenden Prüfungen!

 

 

Ich habe Talent- Ich werde ein Star? – Talent-Talk und Konzert mit der Band „Lebendig“

Wie mache ich mein Hobby zum Beruf? Wie werde ich berühmt? Diese und weitere Fragen konnten unsere Schüler/innen den fünf Jungs der Band Lebendig im Rahmen unseres Talent-Talks stellen und bekamen dabei viele Tipps zum musikalischen aber auch allgemeinen beruflichen Werdegang. Das Konzert der Jungs war der krönende Abschluss des Abends und ein besonderes Erlebnis für alle Gäste.

Im Rahmen der Talent-Tage Ruhr veranstalteten wir am 19.09.2018 einen ganz besonderen Talent-Talk, diesmal mit anschließendem Konzert. In der Alten Dreherei in Mülheim-Broich haben wir euch die Möglichkeit gegeben, die fünf Jungs der Band Lebendig aus Hessen näher kennenzulernen und sie rund um ihren Werdegang auszufragen.

Die fünf Jungs der Band sind Patrick (Gesang), Christian (Gitarre), Hannes (Drums), Marvin (Piano) und Jens (Bass) und stolze Gewinner des Hessischen Rock & Pop Preises. Erst 2015 gründete der Bandleader Patrick in Gießen die Band und das, obwohl er nebenbei noch selbständig als Physiotherapeut tätig ist. Auch die anderen Jungs haben noch einen „normalen“ Job neben der Musik-Karriere, z.B. Bankkaufmann, Lehrer, Musikstudent, oder Projektmanager.

Der Talent-Talk zu Beginn der Veranstaltung stand unter dem Motto „sein Hobby zum Beruf machen“. Auch viele der anwesenden Schüler haben diesen Traum, z.B. Profi-Fußballer/in, Schauspieler/in oder Sänger/in zu werden. Aber wie schafft man das? Bei den Jungs ging das eher Schrittweise. Hannes nahm zum Beispiel schon früh Klavierunterricht, komponierte dann einzelne Songs und studierte Musik. Viele der Bandmitglieder konnten sich jedoch nicht vorstellen später einmal als zweites Standbein so erfolgreich Musik zu machen. Und hier möchte das Talentscouting ansetzen. Oft gibt man seine Hobbies mit der Zeit einfach auf, dabei können Hobbies ein erster Ansatzpunkt für die Berufs- oder Studienwahl sein. Deshalb schauen wir zusammen mit euch im Rahmen unserer Scouting-Termine an eurer Schule, wo genau eure Stärken liegen oder was ihr in eurer Freizeit gerne macht und überlegen dann, was wir daraus oder damit machen können.

Auch die Eltern beeinflussen die Berufswahl stark. Christians Eltern unterstützten ihn zwar bei der Berufswahl, aber es fiel auch oft der Satz: „Du kannst ja gut mit Zahlen umgehen, mach erst mal ne Ausbildung.“ Das hat er dann auch getan und ist nun Bankkaufmann bei einem Kreditinstitut. Patrick sieht dies ähnlich und gab noch den Rat: „Wichtig ist, dass man auch nicht zu viel träumt. Sondern, dass man auch was Handfestes hat.“  Hannes machte noch Mut: „Es gibt auch nicht nur entweder/ oder. Man muss nicht nur Popstar oder kein Popstar werden. Es gibt auch Mittelwege, wie bei uns die Musik als zweites Standbein.“

Die Schüler, worunter auch viele selbst entweder im Schul-Chor oder auch privat singen, lag noch die Frage nach der Nervosität vor Auftritten auf dem Herzen. Wie kann man sie ablegen?

Die Band hat hierfür verschiedene Tipps und Tricks parat. Der wichtigste Rat ist wohl, einfach weiterzumachen und nicht aufzugeben, auch wenn man mal nur vor zwei oder drei Leuten auftritt oder mal etwas nicht so klappt wie geplant. Eine gute Übung ist es auch, sich eine Person zu suchen, der man gerne vorsingt, z.B. den Freunden, Verwandten, oder Eltern und sich dann das Feedback geben lassen, das macht zusätzlich noch Mut und gibt Sicherheit.

Zum Abschluss des Talent-Talks wollten die Jungs den Schüler/innen noch mitgeben, dass man immer an seinen Traum oder Weg glauben soll und sich nicht von anderen oder den sozialen Medien verrückt machen lassen soll. Rückschläge sollte man auch immer als Motivation sehen, denn es bringt einen weiter, auch mal etwas falsch zu machen.

Nach den ganzen Ratschlägen und Tipps konnte die Band den Gästen noch bei einem kleinen Konzert zeigen, was sie musikalisch alles drauf haben. Auch die Schüler des Vokalchors der Gesamtschule Saarn konnten spontan die Bühne nutzen, um einen  ihrer Songs zu performen.

Nach dem Konzert konnte man noch den persönlichen Austausch mit der Band oder den anwesenden Scouts suchen oder bei Getränken und Snacks den Abend ausklingen lassen.

Hier findest du weitere Infos zur Band und ihrer Musik:

http://www.lebendig-musik.de/

 

Fotos: © Andreas Köhring

 

„Glücklich lernt es sich besser“ – Wie man durch seine Talente erfolgreich wird (Talent-Talk vom 13.06.2018)

Wie lernt man erfolgreich und wird dabei auch noch glücklich? Mit dieser Frage befasste sich unser Gastredner Prof. Dr. Olaf-Axel Burow ausgiebig und kam zu dem Entschluss, dass unser Bildungssystem dafür derzeit noch nicht ausgelegt ist. Wie und warum man dieses reformieren sollte, könnt ihr hier erfahren…

Der letzte Talent-Talk befasste sich mit dem Thema, inwiefern sich Emotionen wie Glück und Freunde auf das Lernen und die Leistungen (sowohl schulische als auch berufliche) auswirken. Der Gastredner  Prof. Dr. Olaf-Axel Burow zeigte, dass die Hirnforschung bereits belegen konnte, dass vor allem Freude und Glück nicht nur die Motivation, sondern auch die Lernleistung steigern und gibt Denkanstöße zur Reformierung des Schulsystems.

 

Schlechte Leistungen, aber trotzdem erfolgreich?

Nicht immer bedeuten schlechte oder durchschnittliche Schulnoten auch gleich ein schlechteres Karrierepotenzial. Es gibt viele sehr erfolgreiche Vorbilder, die z.B. Probleme mit der Rechtschreibung hatten, wie z.B. Walt Disney. Andere wiederum wie z.B.  Apple-Gründer Steve Jobs oder Bill Gates, der zweitreichste Mensch der Welt, schmissen ihr Studium und haben somit keinen Universitätsabschluss. Der berühmte  Schriftsteller Thomas Mann wiederholte während seiner Schulzeit zwei Klassen und ging mit Mittlerer Reife vom Gymnasium. Später erhielt er den Nobelpreis für Literatur. Der IQ oder Schulnoten sind also nicht entscheidend, wenn es darum geht erfolgreich zu sein, sondern inwieweit man seine Talente und Neigungen für seinen Beruf nutzt.

„Menschen sind nicht glücklich, weil sie erfolgreich sind, sondern erfolgreich, weil sie glücklich sind.“

Dieses Zitat von Sonja Lyubomirsky, Psychologie-Professorin an der Universität von Kalifornien,  lässt sich auf das Schul- und Lernsystem übertragen. Schüler, die das lernen, was ihnen Spaß macht, sind motivierter und leistungsbereiter und somit auch erfolgreicher. Jeder kennt dieses Phänomen aus der eigenen Schulzeit: in den Lieblingsfächern saß man gerne und war motiviert etwas neues zu lernen, in den weniger beliebten Fächern zählte man dagegen nur die Minuten bis zur Pause. Menschen sind also erst dann erfolgreich, wenn sie das tun, was in ihrem Element liegt, was sie antreibt und sie glücklich macht.

Das deutsche Bildungssystem – ein Auslaufmodell?

Unser Schulsystem ist jedoch nicht darauf ausgelegt, ein „glückliches und erfolgreiches“ Lernen zu gewährleisten. Das Lernen an sich ist sehr personenabhängig und die Lernzyklen sind sehr individuell. Jeder Schüler und jede Schülerin hat seinen oder ihren individuellen Intelligenztyp, der die eigenen Neigungen wiederspiegelt. So gibt es sprachliche, logisch-mathematische, musikalisch-rhythmische, bildlich-räumliche, körperlich-kinästhetische, naturalistische, interpersonelle, intrapersonelle oder existenzielle Intelligenztypen.

Auf diese unterschiedlichen Intelligenz- und Lerntypen wird jedoch in den Schulen kaum eingegangen. Aktuell sind die Bildungsprozesse in den Schulen zu stark standardisiert durch standardisierte Prüfungen, Noten und Vorgaben der Lehrpläne.

Burow fordert deshalb eine Umstrukturierung des Schulsystems weg von der Bildung als „Massenprodukt“ hin zu einer personalisierten Lernumgebung, die an den Neigungen der Schüler/innen anknüpft. Durch die Vernetzung von verschiedenen Lerntypen können sich die Talente gegenseitig ergänzen und so noch erfolgreicher agieren. Ein Beispiel dafür ist das Apple Gründer-Team aus Steve Jobs und Steven Wozniak . Steve Jobs war der Visonär und Leiter des Vorhabens und damit eher ein sprachlicher oder bildlich-räumlicher Intelligenztyp. Seine Stärke lag darin, die Menschen zu fordern, motivieren und zu begeistern. Das Talent von Steven Wozniak lag hingegen in der technischen Umsetzung der Ideen. Sein Intelligenztyp liegt eher im logisch-mathematischen Bereich. Die Kombination dieser Intelligenz- und Lerntypen führte letztendendes zu dem Durchbruch und dem Erfolg der Apple-Generation. Im Schulsystem könnte eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit der Intelligenztypen gefördert und gefordert werden durch verschiedene Gruppenarbeiten. Allerdings können die Intelligenztypen der einzelnen Schüler/innen nicht einfach vorausgesagt werden, sondern müssen von den Schülern/Schülerinnen selbst entdeckt werden. Dafür müsste es mehr individuelle Lernumgebungen geben, in denen die Schüler/innen wertfrei ihre Talente entdecken können.

Talente entdecken durch das Talentscouting

Genau hier setzt das Talenscouting an. Viele Schüler/innen kennen ihren Intelligenz- oder Lerntyp gar nicht. Dementsprechend fällt es auch schwer, die eigene berufliche Zukunft zu planen. Wenn man nicht weiß, was einem richtig gut liegt und worin man besonders gut ist, kann man dies auch nicht im Job nutzen. Das Talentscouting beruht darauf, den Schülern/Schülerinnen mit Anerkennung und Wertschätzung entgegenzutreten um Vertrauen zu gewinnen und das eigene Vertrauen in sich selbst und in seine Talente zu stärken. Die Schüler sollen dadurch motiviert werden, sich Herausforderungen zu stellen und merken, dass sie selbst etwas bewirken können. Denn wer seine Talente und Stärken kennt, kann sie effektiv für die Job- oder Ausbildungssuche nutzen. Und wer seine Träume und Begeisterung dann verwirklichen kann, der ist auch auf dem besten Weg zum persönlichen Glück und Erfolg!

 

Wie bekomme ich ein Stipendium? Fragen und Antworten für deine Bewerbung!

Ein Stipendium für die Zeit an der Hochschule bietet neben der finanziellen Unterstützung viele Vorteile. Aber wie und wo kann ich mich für ein Studium bewerbwen? Das und mehr klärte unser Talentscout Nils in seinem Stipendien-Workshop. Hier findet ihr eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse.

Am 23.05. veranstaltete unser Talentscout Nils einen Stipendien-Workshop für Schüler und Studierende an der HRW. Hier findet ihr eine kleine Zusammenfassung, der wichtigsten Fragen rund um ein Stipendium und die Antworten unseres Stipendien-Experten Nils:

Warum sollte ich mich für ein Stipendium bewerben? Welche Vorteile ergeben sich für mich?

Ein Stipendium bringt viele Vorteile. Das wohl Offensichtlichste ist die finanzielle Unterstützung und damit verbunden auch eine „sorgenfreieres“ Studium. Manchmal ermöglicht ein Stipendium aber auch die Teilnahme an Auslandsaufenthalten oder Sprachreisen. Dann eignet sich ein Stipendium auch gut dazu Kontakte zu knüpfen, sowohl unter den anderen Stipendiaten als auch zu potentiellen Arbeitgeber (Stichwort: Vitamin B bei dem Bewerbungsprozess). Zudem macht sich ein Stipendium auch gut im Lebenslauf, denn es zeigt, dass ihr Talente habt und euch engagiert und das ist Arbeitgebern viel wert.

Wie komme ich an ein Stipendium?

Dafür gibt es zwei Wege, entweder du bewirbst dich von dir selbst aus, also initiativ, oder du wirst von einer Person für ein Stipendium vorgeschlagen. Das können deine Professoren, Lehrer, Talentscouts oder andere Personen, die dich und deine Leistungen einschätzen können sein.

Welche Arten von Stipendien gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Förderung. Die wohl am meisten Nachgefragte ist das Ausbildungsstipendium,  welches Schüler/innen oder Studierenden u.a. (je nach Ausrichtung des Stipendiums)  Zuschüsse zu  Kursliteratur, Kurs- und Studiengebühren, Miete, Reisen, Praktika, Examensarbeiten und Studienprojekte gewährt. Die meisten Stipendien bieten jedoch nicht nur eine finanzielle Unterstützung. Auch die ideelle Förderung durch Veranstaltungen, Vorträge, Exkursionen, berufliche Orientierung oder Beratung bringt euch weiter. Neben dem klassischen Schüler- oder Studienstipendium gibt es jedoch noch weitere Formen wie z.B. ein Sportstipendium, Reisestipendien, Stipendien für bedürftige oder auch für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung (z.B. durch eine Krankheit). Stipendien werden zudem auch in Voll- oder Teilstipendien unterteilt. Ein Vollstipendium garantiert die Förderung in voller Höhe, die eine Organisation für nötig hält. Z.B. bei einem Studienstipendium sind dies meist die vollen Semestergebühren, Fahrtkostenzuschüsse und teilweise auch Mietzuschüsse. Ein Teilstipendium finanziert nur einen Teil der anstehenden Kosten, z.B. die Ausgaben für Literatur oder einen Teil der Studienkosten.

Welche Stipendiengeber gibt es? Wo liegen die Unterschiede?

In Deutschland gibt es 13 Förderungswerke, die Stipendien an Schüler und Studierende vergeben. Die Stipendiengeber haben unterschiedliche Ausrichtungen. Manche sind z.B. gewerkschaftlich, politisch, religiös, unternehmerisch oder weltanschaulich organisiert. Hier findet ihr eine Übersicht der einzelnen Ausrichtungen der Förderwerke:

Gewerkschaftlich:

Politisch:

Religiös:

Unternehmerisch:

 

Welche Anforderungen muss ich erfüllen?

Die Anforderungen richten sich individuell nach dem jeweiligen Stipendiengeber. Wichtig ist jedoch, dass ihr zumindest teilweise mit der Ausrichtung des Stipendiengebers übereinstimmt, z.B. dass wenn ihr euch für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung bewerbt, nicht eigentlich CDU-Wähler oder CDU-Mitglied seid. Das sehen die Stipendiengeber nämlich gar nicht gerne, ihr solltet schon zu dem jeweiligen Stipendiengeber passen.

Zudem gibt es allgemeine Kriterien, die jedoch je nach Förderwerk bzw. Stipendiengeber variieren. So finden  manche Förderwerke einen guten bis sehr guten Notendurchschnitt als besonders wichtig, andere wiederum bevorzugen Kandidaten mit besonderem gesellschaftlichem Engagement. Für manche Förderwerke ist auch eure soziale Herkunft entscheidend, z.B. ob eure Eltern schon studiert haben oder nicht. Oft gibt es auch generelle Kriterien, z.B. ein Höchstalter für die Förderung oder nur Kandidaten bis zu einem bestimmten Fachsemester  (z.B. bis zum 4. Fachsemester) angenommen werden angenommen.

 

Welche Stipendien bietet die Hochschule RW?

Deutschlandstipendium:

Die Hochschule Ruhr West beteiligt sich an dem Programm des Deutschlandstipendiums und vergibt jedes Wintersemester für eine Dauer von zwei Semestern eine Förderung an leistungsstarke Studierende. Finanziert wird das Stipendium von Firmen, Privatpersonen, Stiftungen und Verbänden. Die Hochschule wählt die Stipendiaten durch die Auswahlkommission der HRW aus, wobei die jeweiligen Förderer die Fachrichtung des Stipendiaten festlegen können.

HRW TALENTS Firmenstipendien

Bei dem HRW-Firmenstipendium handelt es sich um ein hochschulinternes Vollstipendium, dass von Unternehmen und Stiftungen aus der Region gefördert wird. Die Förderer können in einem persönlichen Bewerbungsgespräch die Stipendiaten selbst auswählen. Dadurch ergibt sich für die Studierenden ein enger Kontakt zu dem Unternehmen, welcher z.B. durch Praktika oder eine Werkstudententätigkeit ergänzt werden kann.

 

Weitere Informationen zu den Stipendien der HRW findet ihr hier: https://www.hochschule-ruhr-west.de/netzwerk/wwwhrw-foerdervereinde/hrw-talents/

 

Last but not least: Wo kann ich das passende Stipendium für mich finden?

Natürlich stehen eure Scouts euch jederzeit für Fragen rund um ein Stipendium zur Verfügung. Für die Selbst-Recherche könnt ihr auf folgenden Seiten nachschauen, welches Stipendium für euch in Frage kommen würde.

 

Hier findet ihr ein paar Eindrücke von dem Stipendien Workshop:

 

Probieren geht über Studieren: warum ein Schnupperstudium Sinn macht…

Wie sieht der Hochschulalltag aus? Ist eine Vorlesung wirklich immer langweilig? Was ist auf dem Campus so los? Das oder mehr fragt ihr euch wahrscheinlich, wenn ihr noch nie eine Hochschule von innen gesehen habt. Aber genau dafür sind sogenannte „Schnupperwochen“ an den Hochschulen da. Noch nie davon gehört? Dann hier schnell weiterlesen…

Was ist ein Schnupperstudium?

Ein Schnupperstudium oder ein Schnuppertag dient dazu, dass ihr einen Tag (oder mehrere Tage) lang ein Studium eine Hochschule kennenlernen könnt. Dabei könnt ihre verschiedene Vorlesungen besuchen und für euch austesten, ob die Fachrichtung oder ein Studium im Allgemeinen für euch in Frage kommen würde.

So sieht ein Schnuppertag an der HRW aus:

Am 03. April startete das neue Sommersemester an der HRW und damit gleichzeitig auch die „Schnupperwoche“  für die Oberstufenschüler/innen. Ich durfte eine Oberstufenschülerin einen Tag lang begleiten, bzw. sie begleitete mich einen Tag bei meinem Studienalltag. Los ging´s um 8 Uhr mit der ersten Vorlesung: Marketing. Das war auch der Grund, warum sie schnuppern wollte. Sie hatte überlegt, etwas in Richtung Marketing oder Werbung zu studieren, vielleicht auch was mit Management. Also saßen wir dann mit ca. 100 weiteren Studenten und Studentinnen in dem großen Hörsaal und der Dozent begann mit seiner Marketing-Vorlesung. Da es die erste Vorlesung in dem neuen Semester war, fing der Dozent bei Null an und beschrieb ganz grob die Inhalte des Marketings. Das war perfekt für die Schülerin, denn so konnte sie sich vorstellen, was danach noch alles kommen wird und sie brauchte auch kein Vorwissen. Im Anschluss an die Vorlesung fand dann noch eine Übung statt, in der wir die Inhalte der Marketing-Vorlesung nochmal weiter besprochen haben. Anhand von praktischen Beispielen wurde der Stoff weiter erarbeitet und die Studenten und Studentinnen konnten nochmal Fragen stellen.

Danach ging es direkt weiter zu der nächsten Vorlesung: Introduction to Management. Dies ist eigentlich ein Wahlmodul aus dem fünften Semester, also werden dementsprechende Vorkenntnisse vorausgesetzt. Aber trotzdem war es interessant für die Schülerin zu sehen, wie auch kleinere Veranstaltungen (an den Wahlmodulen nehmen meist nur 10-20 Studierende teil) ablaufen. Zudem fand die Veranstaltung auf Englisch statt und durch die kleinere Gruppengröße wurden viel mehr praktische Übungen erarbeitet.

Nach den Vorlesungen und in den Pausen hatten wir dann Zeit, um ein paar Fragen zu klären, z.B. wie die einzelnen Module meines Studiums aufgebaut sind, welche eher schwer oder anspruchsvoll sind und welche Sprachangebote es noch an der HRW gibt. Ich habe vor meinem Studium schon eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation abgeschlossen und konnte der Schülerin dadurch auch viele mögliche Karrierewege im Marketing zeigen.

Auch wenn ich sie schlussendlich nicht für ein Studium der internationalen Wirtschaft begeistern konnte, war der Tag für sie trotzdem wichtig um zu schauen, ob sie sich generell ein Studium vorstellen könnte.

Warum sollte ich ein Schnupperstudium machen?

Allgemein rate ich jedem Schüler oder jeder Schülerin dazu, solche oder ähnliche Angebote zum „schnuppern“ zu nutzen. Als ich mich damals nicht entscheiden konnte zwischen einer Ausbildung oder einem Studium, habe ich an einem Schnuppertag der Ruhr-Uni in Bochum teilgenommen. Ich habe mir dort eine Vorlesung zum Thema „Betriebliches Rechnungswesen“ angehört. Hintergrund war, dass ich ziemlich mies in Mathe war und daher große Panik davor hatte, in einem Studium dann mit höherer Mathematik oder komplizierten Rechnungen konfrontiert zu werden… Fazit: selbst ohne Vorkenntnisse hatte ich die groben Inhalte der Vorlesung verstanden und mir fiel dadurch ein Stein vom Herzen. Auch die Gruppengröße hatte mich überrascht. Ich hatte damals einen riesigen Hörsaal mit 300 Studierenden erwartet, stattessend handelte es sich um ein kleines Klassenzimmer mit nur rund 30 Leuten und die Vorlesung verlief eher wie normaler Schulunterricht.  Zu diesem Zeitpunkt hatte ich jedoch noch keinen konkreten Studiengang im Blick und daher fiel meine Wahl letztendlich doch auf eine Ausbildung. Aber ich konnte durch den Schnuppertag mitnehmen, dass ein Studium durchaus machbar ist und nicht jede Vorlesung gleich mit 300 Leuten stattfinden muss. Diese Erkenntnis half mir auch bei der späteren Entscheidung zu studieren dann doch noch weiter.

Also nutzt die Schnupper-Angebote, um für euch zu entscheiden ob ein Studium passen würde oder eher nicht. Manchmal reicht es auch schon aus, sich ein bisschen auf dem Campus der Uni aufzuhalten und ein oder zwei Vorlesungen zu besuchen. Oder falls ihr schon eine grobe Richtung oder ein Studiengang in der engeren Auswahl habt, lohnt sich ein Schnuppertag, um eure Vorstellungen über das Fach zu überprüfen. Dies ist besonders wichtig, damit es später keine „bösen Überraschungen“ gibt wenn ihr euer Studium beginnt. Denn manchmal stellt man sich die Inhalte eines Studiengangs komplett anders vor oder stellt fest, dass der Studiengang doch nicht so sehr zu einem passt oder deshalb zu schwer erscheint. Also besser vorher schonmal überprüfen, ob ihr eure Vorstellungen mit den Inhalten des Studiengangs übereinstimmen.

 

Ihr habt schon eine konkrete Hochschule im Blick, an der ihr gerne schnuppern wollt? 

Die meisten Hochschulen bieten Schnuppertage jederzeit an. Hierfür müsst ihr euch dann an die jeweiligen Zuständigen (meist die Studienberatung) wenden und für einen Schnuppertag anmelden. Schaut einfach mal auf der Seite eurer jeweiligen Wunsch-Hochschule nach.

 

Oder ihr nutzt die festen Termine der Schnuppertage:

Die festen Zeiten haben den Vorteil, dass sie meist in der ersten Semesterwoche stattfinden und so noch keine Vorkenntnisse nötig sind. Manchmal richten sich die Schnuppertage aber auch nach den Schulferien, sodass ihr dann keinen Unterricht verpasst. Die nächsten Schnuppertage finden dann entweder in den Sommerferien oder in den Herbstferien statt. Auch hierfür müsst ihr euch in den meisten Fällen anmelden. Schaut der auf der Seite eurer Wunsch-Uni zum Schnuppern nach den Angeboten nach.

 

Falls ihr noch Fragen zu einem Schnupperstudium haben solltet, könnt ihr euch auch gerne an die Talentscouts wenden. Sie können euch auch nochmal dabei unterstützen euch für die Angebote der verschiedenen Unis anzumelden oder euch über die Angebote informieren. Über die Scouts könnt ihr auch gerne mit mir Kontakt aufnehmen, falls ihr überlegt, euch in die Marketing-Richtung zu orientieren oder ein Studium der Internationalen Wirtschaft an der HRW aufzunehmen.

 

 

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„Frauen und Technik? Ja, das geht!“ – Frauenstudiengänge im MINT-Bereich, jetzt auch neu an der HRW!

Frauen in technischen Studiengängen sind eher eine Ausnahme als die Regel. Studiengänge die ausschließlich für Frauen vorgesehen sind, sollen daher den Anteil der Frauen in MINT-Berufen stärken. Aber wie sieht ein Frauenstudiengang aus? Welche Vorteile bringt er und wo liegen die Unterschiede zu den „gemischten“ Studiengängen?

Wie oft muss man sich als Frau anhören, dass Technik nichts für Frauen sei oder Männer für den naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich besser  geeignet wären? Und das im 21. Jahrhundert! Ja, das Klischeedenken und das traditionelle Rollenbild von Mann und Frau sind immer noch in vielen Köpfen verankert und es wird schwer sein, diese aufzubrechen.  Studien zeigen, dass viele Frauen sich die technischen oder naturwissenschaftlichen Lerninhalte gar nicht erst zutrauen und es abschreckend finden, eine der wenigen Frauen unter der großen Anzahl an Männern in dem Studiengang zu sein.

Individuelle Förderung zur Stärkung des Selbstbewusstseins

Aber zum Glück gibt es einige Initiativen um dies zu ändern. Eine Möglichkeit davon sind die sogenannten „Frauenstudiengänge“, wie z.B. der Frauenstudiengang Maschinenbau an der HRW in Mülheim. Diese Studiengänge richten sich explizit an Frauen und finden in kleineren Gruppen statt, um eine individuellere Förderung zu gewährleisten. Wie viele andere Studiengänge auch, beginnen die Frauenstudiengänge bei null , was besonders wichtig ist, da Männer im Gegensatz zu Frauen oftmals schon viel mehr Vorkenntnisse ins Studium mitbringen.

Allerdings gibt es auch viele Kritiker und Skeptiker

Das Top-Argument hierbei: „Männer werden durch die Frauenstudiengänge diskriminiert.“ In erster Linie entspricht dies auch vielleicht der Wahrheit, in der Praxis sieht es aber ganz anders aus. Zahlreiche Studiengänge werden ausschließlich von Männern belegt und die Aufhebung der Unterrepräsentanz von Frauen in technischen Studiengängen ist ebenfalls ein Ziel der Gleichstellung von Mann und Frau und wird finanziell vom Bund gefördert. Das zweite Argument lautet oft: „ Die Frauenstudiengänge sind nicht so anspruchsvoll wie die „gemischten“ Studiengänge und stoßen auf weiniger Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt.“  Dies stimmt eindeutig nicht, denn die Frauenstudiengänge haben dieselbe inhaltliche Ausgestaltung wie die gemischten Studiengänge, oftmals werden dieselben Prüfungen geschrieben, manche Vorlesungen finden  (vor allem im höheren Semester, wenn die Grundlagen schon vorhanden sind) dann doch in gemischten Gruppen statt und auch ein Wechsel in den gemischten Studiengang ist problemlos möglich. In der Regel ist auf dem Abschlusszeugnis dann nicht ersichtlich, dass es sich um einen Frauenstudiengang handelt, also bleibt es euch selbst überlassen, ob ihr dies bei einer Bewerbung gegenüber eurem Arbeitgeber mitteilen möchten oder nicht.

Meiner Meinung nach überwiegen die Vorteile des Frauenstudiengangs offensichtlich. Durch die kleineren Gruppen können die Dozenten viel individueller auf die Schwächen oder eventuelle Wissenslücken der Studentinnen eingehen. In der Praxis zeigte sich auch, dass Frauen viel stärker hinterfragen, wieso sie etwas lernen und möchten mehr über die Lerninhalte diskutieren, darauf wird in den Frauenstudiengängen viel stärker eingegangen. Die Studentinnen können ihr Grundstudium vorurteilsfrei und in entspannter Arbeitsatmosphäre beginnen, mehr Selbstvertrauen erlangen und werden dabei auf das weiterführende Studium und den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Ich finde, dass die Frauenstudiengänge eine sehr gute Möglichkeit sind, um technische Studiengänge auch für Frauen ansprechender zu gestalten. Ich selbst bin zwar absolut kein Technik-Fan und fühle mich mit meinem BWL-Studium sehr wohl, aber ich kann die Beweggründe für ein Frauenstudium durchaus nachvollziehen. Ich hätte auch keine Lust mich stets gegen die Männer in meinem Studiengang behaupten zu müssen. Auch wäre es mir sehr unangenehm als eine der wenigen Frauen aufzufallen und mich damit quasi in die Höhle der Löwen zu wagen…

Auch in Gesprächen mit einigen technikaffineren Kommilitonen (Mitstudierende) oder auch mit Abiturienten zeigte sich viel Interesse und positives Feedback zu dem Thema. Allerdings waren auch wieder mal die typischen Macho-Sprüche dabei  („Frauen können das doch eh nicht. Das macht gar keinen Sinn, dann sind sie ja noch schlechter im Vergleich zu uns…“), aber gerade das zeigte wieder mal, dass die Frauenstudiengänge nötig sind, um solche Typen erst mal zu umgehen 😉 .

Also, du willst als Frau im MINT-Bereich durchstarten? Du hast aber keine Lust auf Vorurteile? Und zudem willst du eine entspannte Lernatmosphäre und dein Können unter Beweis stellen? Dann wäre ein Frauenstudiengang genau das richtige für dich!

Schau doch mal hier nach deinem passenden Frauenstudiengang im MINT-Bereich:

Jetzt bewerben!

Frauenstudiengang Maschinenbau

Hochschule Ruhr West, Mülheim an der Ruhr

An der Hochschule Ruhr West in Mülheim könntest du als technikbegeisterte Frau  nun ab dem nächsten Wintersemester den neuen Frauenstudiengang „Maschinenbau“ studieren. Neben klassischen Fächern wie Ingenieurmathematik, Werkstoffkunde und Mechanik werden in Wahlmodulen Themen wie Computational Engineering, Fahrzeugtechnik, Produktionstechnik bis hin zu Bionik angeboten. Klingt doch spannend oder?

https://www.hochschule-ruhr-west.de/studium/studienangebot/bachelor/frauenstudiengang-maschinenbau/


Elektrotechnik/Informationstechnik als Frauenstudiengang

Ernst-Abbe-Hochschule, Jena

https://www.eah-jena.de/de-de/studium/studienangebote/bachelor-elektrotechnik-informationstechnik-frauen


Informatik und Wirtschaft – Frauenstudiengang

Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

https://fiw.htw-berlin.de/


Internationaler Frauenstudiengang Informatik (auch dual möglich)

Hochschule Bremen

https://www.hs-bremen.de/internet/de/studium/stg/ifi/index.html


WirtschaftsNetze eBusiness

Hochschule Furtwangen

https://www.hs-furtwangen.de/studiengaenge/wirtschaftsnetze-ebusiness-bachelor/


Frauenstudienangebot im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Jade Hochschule, Wilhelmshaven

https://www.jade-hs.de/index.php?id=3143


Frauenstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Hochschule Stralsund

https://www.hochschule-stralsund.de/host/fakultaeten/maschinenbau/studienangebot/bachelor-frauenstudiengang-wirtschaftsingenieurwesen/

„Was haben meine Eltern mit meiner Studien- bzw. Berufswahl zu tun?“ – 9. Talent-Talk an der HRW

 

„Was haben meine Eltern mit meiner Studien- bzw. Berufswahl zu tun?“ – 9. Talent-Talk an der HRW

Prof. Dr. Werner Sacher von der Universität Erlangen-Nürnberg war am 07.02.2018 zu Gast an der HRW, um im Rahmen des Talentscoutings einen Vortrag über den Einfluss der Eltern bei der Studien- und Berufswahl zu halten. Viele Eltern, Lehrer*innen, Talentscouts, Schüler*innen und andere Personen aus dem Bildungswesen diskutierten auch nach dem Vortrag weiter über Möglichkeiten, wie man Eltern noch stärker in den Entscheidungsprozess ihrer Kinder einbeziehen kann.

Studien zeigen: Mehr als die Hälfte aller Schüler fällt die Berufs- oder Studienwahl schwer. Logisch, bei über 5.000 verschiedenen Studiengängen und etwa 450 Ausbildungsberufen fällt die Auswahl nicht gerade leicht. Aber wie können deine Eltern dich dabei unterstützen? Wie beeinflussen sie dich bei deiner Wahl des Studiums oder des Berufs? Das und vieles mehr wurde in dem Vortrag erläutert.

Eltern haben den meisten Einfluss auf die Berufs- oder Studienwahl.

Prof. Sacher stellte vor, dass die Eltern an erster Stelle stehen, wenn es um den Einfluss bei der Berufs- oder Studienwahl geht, gefolgt von Gleichaltrigen, Lehrkräften und Berufsberatern. Dabei beeinflussen sie dich nicht immer nur direkt, indem sie bei Bewerbungsprozessen unterstützen oder dich zur Berufsberatung begleiten. Eltern beeinflussen deine Berufs-/Studienwahl auch indirekt, indem sie ihre eigenen Berufe täglich unterbewusst vorstellen. Sei es eine Bemerkung über den Stress auf der Arbeit am Küchentisch oder auch zufriedene Eltern durch ein erfülltes oder abwechslungsreiches Berufsleben. Vielleicht ist dir so etwas ähnliches auch selbst schon aufgefallen, dass du dann sofort gedacht hast: „Ne, ich möchte keinen Beruf mit so viel Stress. Ich mache später was anderes.“

Was ist, wenn du nicht das machen möchte, was die Eltern beruflich machen oder dir vorschlagen?

Ein guter Freund von mir, Jan, war genau in dieser Situation. Sein Vater hatte sich als Sanitär- und Heizungstechniker selbstständig gemacht und baute mit viel Fleiß seinen eigenen Betrieb auf. Als Jan dann geboren wurde, war für seinen Vater klar: sein Sohn wird später mal seinen Betrieb übernehmen. Von da an nahm er ihn öfters mal mit zur Arbeit und reparierte mit ihm zahlreiche Sachen an seinem eigenen Haus und Garten. Als Jan dann alt genug war, um sich mit seiner Berufswahl zu beschäftigen, wollte er jedoch was ganz anderes machen als sein Vater: er wollte Elektriker werden. Zwar auch ein handwerklicher Beruf, das machte ihm ja schon immer Spaß, aber trotzdem war es nicht das, was sein Vater für ihn vorgesehen hatte. Für seinen Vater war das ein Schock und es dauerte ein wenig, bis Jan und seine Mutter ihn davon überzeugen konnten, dass Jan mit dem Betrieb nur unglücklich werden würde.

Doch was dann, wenn der Schock überwunden ist?

Jans Vater musste sich eingestehen, dass er ihm zu viel Druck gemacht hat und sah schließlich ein, dass Jan nicht dieselben Interessen hatte wie er. Er unterstütze ihn dann jedoch trotzdem bei der Ausbildungssuche und informierte sich mit Jan zusammen was ein Elektriker eigentlich alles so macht. Und so bekam Jan schließlich einen Ausbildungsplatz als Elektriker. Heute hat Jan nicht nur die Ausbildung geschafft, sondern auch noch seinen Meister absolviert und möchte nun als Berufsschullehrer anderen angehenden Elektriker/innen sein Wissen vermitteln. Jans Vater ist nun stolz auf die Karriere seines Sohnes und hat sich damit abgefunden, dass jemand anderes seinen Betrieb übernehmen wird.

Doch woher kommt dieser Schock wenn man du etwas anderes machen willst als deine Eltern?

Drei Viertel aller Eltern fühlen sich unsicher, wie sie ihrem Kind helfen können sich zu entscheiden. Klar, denn wenn du nicht dasselbe machen willst wie sie, dann betreten sie unbekanntes Terrain. Und das wiederum schafft Unsicherheit. Dabei ist es gar nicht ihre Aufgabe, dich wie ein Berufsberater zu allen Aufgaben und Inhalten eines Berufes zu informieren. Dafür gibt es schließlich die Berufsberatung der Agentur für Arbeit oder uns Talentscouts. Auch Jans Vater wusste erst mal nicht was er tun sollte, doch instinktiv tat er das Richtige: er und seine Frau unterstützten Jan dabei wichtige Fragen zu klären, wie: Wo findet man Informationen zu Berufen? An wen kann ich mich wenden? Wie läuft eine Bewerbung ab? Was erwartet mich im Berufsleben?

Deine Eltern sollen in erster Linie Gesprächspartner für dich sein und dir emotionalen Rückhalt geben. Jan war ziemlich chaotisch unterwegs, verpasste hin und wieder mal Termine und war in vielen Dingen recht faul. Jans Eltern wussten das und waren daher für ihn quasi seine Manager und übernahmen die organisatorische Unterstützung in der Bewerbungsphase. Das heißt: Wann und wo findet die nächste Berufs- oder Studienwahlmesse statt? Bis wann müssen Jans Bewerbungen rausgeschickt sein? Jans Eltern hatten das viel besser im Blick als Jan selber, er wollte lieber nur zocken…

Die Studien- oder Berufswahl an sich liegt ganz bei den Jugendlichen.

Deine Eltern können also lediglich ein Anstoßgeber und Unterstützer für dich sein, der immer wieder mal nachhakt, wie der Stand der Dinge ist. Genauso wie bei Jan, ist es wichtig dass deine Eltern dich bei deinem Bewerbungsprozess begleiten.

Zudem sollten deine Eltern sich bewusst machen, dass scheitern auch eine Option ist.

Bei dem anfangs erwähnten riesigen Angebot an Studiengängen und Berufen kann es passieren, dass du dich anfangs vielleicht falsch entschieden hast. Doch das sollte für deine Eltern kein Drama sein, denn das ist es für dich selbst dann schon genug. Deine Eltern können dich auch hier wieder begleiten, klären warum es nicht die richtige Wahl war und bei dem neuen Bewerbungsprozess zu unterstützen.

Fazit:

Ja, deine Eltern sind besonders wichtig bei deiner Studien- und Berufswahl. Sie sollten aber auch objektiv an den Prozess herangehen und dir möglichst viel Rückendeckung (durch Gespräche, emotionalen Rückhalt und das Bewerbungsmanagement) geben, ohne dabei versuchen zu wollen eine Berufsberatung zu ersetzen. Mir waren meine Eltern auch eine große Unterstützung bei der Berufswahl, genauso wichtig sind meiner Meinung nach aber auch Verwandte, Freunde oder auch deine Lehrer bei der Berufswahl. Denn diese beurteilen dich viel kritischer als deine Eltern es tun und können dir dabei helfen, deine Stärken und Schwächen zu finden. Diese Personen können dir z.B. dann auch ganz andere Erfahrungen aus ihren Berufen vermitteln und vielleicht ist da ja dann ein Beruf dabei, den du viel interessanter findest, als die deiner Eltern.

Es kann aus den verschiedensten Gründen jedoch auch vorkommen, dass deine Eltern dich nicht bei der Berufs- oder Studienwahl unterstützen können. An dieser Stelle kommen wir dann zum Einsatz. Wir können dir bei deinem Bewerbungsprozess helfen und, wenn du magst, mit deinen Eltern zusammen klären, welche Schritte zu tun sind, um den richtigen Studiengang oder den passenden Beruf für dich zu finden.

 

 

Traumberuf: Arbeiten bei internationalen Organisationen – nur noch kurz die Welt retten?

Für eine gemeinsame gute Sache zu arbeiten, in einem internationalen Umfeld, etwas zu der internationalen Zusammenarbeit beitragen. Das war es, was ich mir von der Arbeit der internationalen Organisationen vorgestellt habe, bevor ich zur Messe der internationalen Organisationen (IO) des Auswärtigen Amts nach Bonn gereist bin.

Im Rahmen meines Studiums muss ich im sechsten Semester ein Pflichtpraktikum absolvieren und dafür ging ich auf die Suche nach geeigneten Praktikumsstellen. Gar nicht so leicht. Da mein Studium der Internationalen Wirtschaft an der HRW sowohl betriebswirtschaftliche, als auch volkswirtschaftliche Inhalte enthält, wäre ein Praktikum sowohl bei klassischen Unternehmen und Versicherungen, als auch bei Banken oder Organisationen möglich. Mir persönlich gefallen die volkswirtschaftlichen Inhalte meines Studiums mehr, daher orientiere ich mich zurzeit stärker an eine Zukunft bei internationalen Organisationen und bin dabei auf die Messe des Auswärtigen Amts gestoßen.

Am 20.01.2018 war es dann soweit und ich fuhr zur Dienststelle des Auswärtigen Amts nach Bonn, um mich auf der Messe nach Praktikumsplätzen umzuschauen und mich über die Berufsfelder der internationalen Organisationen schlau zu machen.

Für mich ist das schon länger ein Berufswunsch. In einer internationalen Organisation wie z.B. der UNO oder dem Auswärtigen Amt zu arbeiten und dabei mit so unterschiedlichen Menschen zusammenzuarbeiten und Möglichkeiten zur Entwicklungsförderung zu erarbeiten finde ich dabei besonders spannend.

Wie kommt man rein in die UNO, EU, NATO & Co.?

International war es definitiv auf der Messe, viele Ansprechpartner kamen direkt aus den Hauptstellen der Vereinten Nationen und sprachen nur Englisch. Mir war vor dem Besuch nicht klar, wie viele Unterorganisationen es von der UN überhaupt gibt und wie vielfältig die Möglichkeiten sind dort zu arbeiten. Doch dann erkannte ich auch schnell den Haken daran: den Fuß in die Tür zu bekommen. Jede Organisation hat eigene Bewerbungsverfahren, Karrieremöglichkeiten und andere Voraussetzungen. Manche bieten nur Praktika in Deutschland, bei anderen wiederum siehst du die ganze Welt.  Deutschland ist Mitglied in über 200 internationalen Organisationen, das bedeutet, dass über 200 potentielle Arbeitgeber mit unterschiedlichsten Berufsfeldern in Frage kommen – ganz schön viele Möglichkeiten, oder? Viele dieser Organisationen legen bei der Bewerbung besonders viel Wert auf interkulturelles Verständnis und die Motivation, die Zukunft positiv zu gestalten. Außerdem sind Auslandsaufenthalte und ein starkes Interesse an Politik für eine Arbeit in den internationalen Organisationen von Vorteil.

Wie wird man eigentlich Diplomat(in)?

Auch der Veranstalter selbst, das Auswärtige Amt, war auf der Messe mit einem Stand vertreten. Im Gespräch mit der Mitarbeiterin des Auswärtigen Amts informierte ich mich über die Ausbildungsmöglichkeiten beim Auswärtigen Amt. Die Ausbildung ist gestaffelt nach den Voraussetzungen, die der Bewerber mitbringt. Die unterste Einstiegsmöglichkeit ist der mittlere Dienst. Hierfür benötigt man mindestens einen Gesamt- oder Realschulabschluss und wird innerhalb von zwei Jahren praxisgenau auf die Anforderung des mittleren Dienstes des Auswärtigen Amts vorbereitet.

Die nächsthöhere Stufe ist der gehobene Dienst. Hierfür wird mindestens ein Abitur oder die Fachhochschulreife benötigt, um dann für drei Jahre ein duales Fachhochschulstudium zu absolvieren.  Das duale Fachhochschulstudium beinhaltet neben einem Grundstudium an der Akademie des Auswärtigen Amts in Berlin, ein Hauptstudium an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin und verschiedene Praktika in der Zentrale und in den Auslandsvertretungen des Auswärtigen Amts.

Die höchste Stufe innerhalb der Ausbildung des Auswärtigen Amts ist der höhere Dienst. Hier werden nur Bewerber mit einem abgeschlossenen Masterstudium ausgewählt, die dann in einen 14-monatigen Vorbereitungsdienst auf die späteren Aufgaben als Beamter/ Beamtin des höheren Dienstes vorbereitet werden. Als Diplomat/in erwarten dich dann spannende Aufgaben in den unterschiedlichsten Bereichen. Man arbeitet als Vermittler zwischen Deutschland und anderen Ländern und beobachtet das innen- und außenpolitische Geschehen in seinem Einsatzland. Wichtig sind daher ein sehr gutes politisches Verständnis, kulturelle Offenheit und die Bereitschaft, alle drei bis fünf Jahre seinen Arbeitsplatz in ein fremdes Land zu verlegen. Dafür trifft man während seiner Laufbahn auf hochrangige Persönlichkeiten, lernt viele neue Kulturen kennen und bereist die Welt.

Fazit: Für jede Qualifikationsstufe gibt es viele Möglichkeiten!

Insgesamt bieten die verschiedenen internationalen Organisationen zahlreiche Karrieremöglichkeiten z.B. in den Bereichen Umwelt, Entwicklungshilfe, internationale Finanzierung, Forschung und Wissenschaft, Rechtswissenschaften, Politik und internationale Beziehungen… und vielen weiteren Bereichen. Neben der internationalen Kooperation, bieten viele Projekte einen spannenden Arbeitsalltag und Chance die Zukunft und ein kleines Stück weit auch die Welt zu verbessern. Und das bezieht sich auch auf jede Qualifikation! Es gibt Stellenangebote für Praktikanten, für Ausbildungssuchende, für Berufsanfänger, für Studienabsolventen, für Masterabsolventen usw…

Mir persönlich hat die Messe viel gebracht, denn ich konnte erste Kontakte zu den Ansprechpartnern der einzelnen Organisationen knüpfen und eine Vorstellung davon bekommen, welche Praktikumsplätze und welche Inhalte die jeweilige Organisation bieten. Nun geht’s daran, meine Bewerbungen zu schreiben…

Am 03. März 2018 findet die IO-Messe des Auswärtigen Amts auch nochmal in Berlin statt. Vorbeischauen lohnt sich! Hier geht’s zur Anmeldung und weiteren Infos zur Messe

Wenn du jetzt denkst: „Wow, das wäre was für mich!“ und noch mehr Informationen über die vielfältigen Berufsmöglichkeiten bei internationalen Organisationen haben möchtest, dann schaue doch mal auf diesen Seiten:

Mittler, gehobener und höherer Dienst beim Auswärtigen Amt

Hier findest du eine Übersicht über Praktikas bei internationalen Organisationen

Hier kannst du nach Jobs in internationalen Organisationen suchen

 

 

Quelle des Fotos: Von Wilfried Huss / Anonymous – Flag of the United Nations from the Open Clip Art website. Modifications by Denelson83, Zscout370 and Madden. Official construction sheet here.United Nations (1962) The United Nations flag code and regulations, as amended November 11, 1952, New York OCLC: 7548838., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=437460

 

Wichteln, Weihnachtsmarkt und Wünsche für die Zukunft

Ein aufregendes Jahr geht langsam zu Ende. Daher nutzte das Talentscouting-Team die Weihnachtszeit als Gelegenheit, um die Talente der verschiedenen Schulen noch einmal an die Hochschule einzuladen und das Jahr Revue passieren zu lassen.

Bei Punsch und weihnachtlichem Gebäck konnten sich die Talente untereinander kennenlernen und miteinander austauschen. Wie z.B. Benita, Schülerin der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Oberhausen und Katharina, Schülerin des Otto-Pankok-Gymnasiums in Mülheim, die direkt miteinander über LK-Klausuren ins Gespräch kamen. Oder Sara vom Gymnasium Heißen in Mülheim, die berichtete, dass sie sich nun entschieden hat, Psychologie in Enschede in den Niederlanden zu studieren.

Durch die vielen Gespräche zeigte sich, dass viele Talente schon konkrete Ideen für ihre weitere Laufbahn haben und wir euch hier natürlich weiter unterstützen möchten, diese zu verwirklichen. Aber auch bei den „Unentschlossenen“ konnten Ideen geweckt oder Tipps für weitere Perspektiven gegeben werden.

Aber auch der Spaß durfte natürlich nicht zu kurz kommen, also wurde eine Schrott-Wichtelrunde organisiert, sodass jedes der Talente mit einem Geschenk und einem Lächeln nach Hause gehen konnte. Elif, ehemalige Schülerin des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Bottrop und nun Studierende an der Westfälischen Hochschule, freute sich z.B. über ein leuchtendes Einhorn.

Highlight war der abschließende Besuch des Weihnachtsmarktes, den der AstA (Allgemeiner Studierendenausschuss) der Hochschule Ruhr West bereits zum zweiten Mal organisiert hatte. Hier konnten die Talente schonmal einen Teil der „Hochschulluft“ schnuppern und das studentische (Freizeit-) Leben am Campus entdecken. Zum Abschluss machten wir noch einen paar Selfies im Fotocamper und führten eine Hörsaal-Besichtigung durch.

In diesem Sinne wünscht euch das Talentscouting-Team der Hochschule Ruhr West ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!