Scouting kennt keine Grenzen – Anruf aus Neuseeland

Als AuPair in Neuseeland – verschiedene Kontinente oder Zeitzonen sind für uns Talentscouts kein Hindernisgrund, wenn es darum geht, Fragen zu beantworten oder für ein Talent da zu sein.

Miriam hat im Juli 2017 ihr Abi an der Gesamtschule Weierheide in Oberhausen gemacht und sich entschieden, das Jahr danach erst einmal als AuPair in Neuseeland zu verbringen. Und heute fand dann ein Scouting der besonderen Art statt: ich habe mit Miriam geskypt, die seit ein paar Monaten als AuPair in Neuseeland ist. Wir mussten uns für heute Morgen verabreden, da der Zeitunterschied 12 Stunden beträgt. Aber bei beiden von uns war es dunkel – nur, dass sie im T-Shirt dasaß und ich mit Schal.

Erst einmal wollte ich aber von Miriam wissen, wie es ihr in Neuseeland gefällt und ob sie schon in Weihnachtsstimmung sei. Aber das verneinte sie direkt, denn bei fast 30 Grad, käme eine heiße Schokolade irgendwie nicht so gut. Und auch die Weihnachtsdekoration seieher spärlich – mit der Tendenz zu kitschig. Einzig ihre Gast-Oma fragt sie immer mal wieder nach Stollen und Glühwein aus. Was aber am Wichtigsten ist: ihr geht es richtig gut, auch wenn sie zwischendurch die Familie wechseln musste. In der jetzigen Familie fühlt sie sich nun aber richtig wohl. Und schon jetzt konnte sie durch das Auslandsjahr einige positive Veränderungen an sich selbst feststellen: sie sei nun total pünktlich – und wundert sich selbst am meisten darüber.

Eigentlich eher nebenher kamen wir dann schließlich auf ihre Fragen zu sprechen. Sie überlegt nämlich, Spanisch und Englisch zu studieren – vielleicht auch auf Lehramt – und brauchte dazu nun einige Informationen. Ich konnte ihr richtig anmerken, wie gut es ihr getan hat, diese Fragen mal jemandem laut zu stellen, der ihr Antworten geben oder weitere Anregungen zum Nachdenken geben konnte. Und auch ich war nach unserem (fast 2stündigen!) Gespräch richtig gut gelaunt.

Ihr merkt: wir meinen es ernst! Das Talentscouting ist nicht nur ein Angebot während der Schulzeit, sondern wir begleiten euch gern so lange, wie ihr es möchtet – ganz egal, was ihr nach der Schule macht oder wo ihr gerade seid 🙂

Über Mut, Rückschläge und Bremser auf dem Weg zum Traumberuf – 8. Talent-Talk mit Blogger und Buchautor Pascal Keller

Am 5. Oktober war Pascal Keller im Rahmen des 8. Talent-Talks an der Hochschule Ruhr West und motivierte Schüler*innen und Studierende, ihren persönlichen Weg zum Traumberuf zu finden und zu verwirklichen. Dabei berichtete der 25-jährige Pascal auf humorvolle Weise von den Erfahrungen aus seiner eigenen Laufbahn. Nachdem sein erster Traumberuf, Fußball-Profi zu werden, scheiterte, hatte er es sich als nächstes Ziel gesetzt, ein erfolgreicher Top-Manager zu werden. Als dual Studierender bei einem Automobilhersteller, mit der Aussicht auf die Position einer Festanstellung, kam er diesem Ziel zwar sehr nahe, doch er bemerkte eine zunehmende Unzufriedenheit mit seinem Job und Leben.

2014 beschloss er dann den radikalen Wechsel und absolvierte ein soziales Praktikum in Mexiko. Dies war der Anstoß zu seinem neuen Karriereweg. In Mexiko unterrichtete er Schüler in Englisch und stellte fest, dass er von nun an weiterhin junge Menschen motivieren und dabei unterstützen möchte ihren Weg zu finden. Ein Jahr später startete er dann seinen Blog „Twentysomething 1×1“ und schrieb dieses Jahr sogar ein Buch unter dem Titel „Fast Erwachsen“, um junge Menschen dazu zu bewegen ihre Chancen zu nutzen, sich selbst weiterzuentwickeln, den perfekten Job zu finden und die Zwanziger zu der besten Zeit ihres Lebens zu machen.

„Mut kann man lernen und zwar Schritt für Schritt.“

Im Anschluss an seinen Vortrag hatten die Gäste die Möglichkeit Pascal Fragen zu stellen und wertvolle Tipps zu bekommen. Z.B. „wie fängt man an etwas zu ändern oder seine Träume zu verwirklichen?“. Pascal hatte darauf eine einfache Antwort: „Einfach anfangen!“. Genauer gesagt, meinte er damit, dass man sich nicht ausbremsen lassen soll von einem skeptischen oder negativen Bekannten- und Freundeskreis. Ein Neuanfang erfordere auch immer viel Mut, was für viele junge Erwachsene ein großes Hindernis darstelle. Pascal’s Tipp hierzu: sich kontinuierlich Ziele zu stecken, diese versuchen, zu verwirklichen und sich mit „Gewinnern“ zu umgeben. Gewinner sind Personen, die dich in deinen Träumen unterstützen, die dich motivieren oder sich stets nach deinen Fortschritten erkundigen. Pascal’s größter Schritt war es z.B. raus aus seinem gewohnten Umfeld zu kommen und nach Mexiko zu gehen, dort war er immer wieder mit neuen ungewohnten Dingen konfrontiert und lernte somit schlagartig selbstständig zu werden. Als er wieder zurück nach Deutschland kam, war er somit nicht nur mutiger geworden und hatte Menschen gefunden, die an ihn glaubten, sondern hatte auch eine Vision für seine Zukunft: er möchte anderen Menschen helfen mehr aus ihrem Leben zu machen.

Genau dieses Ziel verfolgen auch die Talentscouts des Talentscoutings an der HRW. Vielleicht kommt es dir bekannt vor, dass dich viele Personen aus deinem Umfeld in deinen Entscheidungen eher bremsen, auch wenn sie es gar nicht mit Absicht, sondern eher aus Unsicherheit tun. Dein Talentscout hingegen möchte dich motivieren und gemeinsam mit dir den richtigen Weg für deine Zukunft finden.

Text: Lisa Bölling

Fotos: Initiativkreis Ruhr – Marc Albers