Noten naja, aber studieren wollte ich trotzdem

Wie ich es trotz durchschnittlicher Noten ins Wunsch-Studium schaffte

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Trotz durchschnittlicher Noten anspruchsvoll studieren?

Ein Studium erhöht die Chancen für eine gute Karriere, das war mir in der Schule bereits klar. Auch möchte man ja gerne etwas mit Anspruch machen, etwas Besonderes, das einen in Zukunft weiterbringt. Was und wo war aber noch ein großes Fragezeichen für mich. Auch hatte ich nicht das allerbeste Zeugnis, die Noten waren eher Durchschnitt. Deshalb habe ich mich, einfach aus dem Gedanken heraus, erst mal etwas zu haben, im Studiengang Statistik an der Technischen Universität in Dortmund eingeschrieben. Außerdem war der Studiengang ohne Zulassungsbeschränkung, was zu meinen Noten passte. Schnell habe ich aber gemerkt, dass die Fächer teilweise nicht das Richtige für mich waren. Hinzu kam das Gefühl nicht zu wissen was noch auf mich zukommt, denn die Uni war groß und anonym. Kaum einer kannte irgendwen, da habe ich mich schnell orientierungslos gefühlt und irgendwie die Lust verloren.

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Es geht nicht um Noten, sondern um Fähigkeiten

Ein Gutes hatte das Ganze aber: ich wusste jetzt viel mehr über die Abläufe im Studium Bescheid und vor allem wusste ich jetzt, wozu ich trotz durchschnittlicher Schulnoten fähig bin. Das hat mir Selbstsicherheit gegeben und dadurch geholfen, doch noch das Richtige für mich zu finden. Mir war klar, dass ich persönlichen Umgang mit anderen Studierenden und den Lehrenden, sowie mehr technischen Bezug brauche. Ich habe deshalb an die Hochschule Ruhr West in den Studiengang Sicherheitstechnik gewechselt. Mit meiner Erfahrung konnte ich mich schnell einleben und viel bewusster an das Studium ran gehen. Ich wusste, wo und wie ich an die wichtigen Infos komme, wie ich schnell Kontakte knüpfe und welche Kurse zu meinen Fähigkeiten passen. Einfach gesagt wusste ich jetzt, wie die Sache läuft.

Aus Fehlern kann man lernen, muss man aber nicht

Heute bin ich im 4. Semester und merke, wie sehr mich Orientierung und vor allem Selbstsicherheit weitergebracht haben. Mittlerweile arbeite ich hier an der Hochschule sogar als Tutor, das heißt ich bereite die Vorlesungen für Studierende nach. Das Studium finanziere ich mir, indem ich als  studentische Hilfskraft und als Tutor arbeite.

Den Umweg über die TU Dortmund und den Studiengang Statistik hätte ich mir somit eigentlich sparen können, auch wenn ich ihn durch die dort gewonnenen Erfahrungen und kennengelernten Leute nie bereut habe! Um aber eben diese Erfahrungen weiterzugeben und anderen damit den Studieneinstieg zu erleichtern, habe ich im Mentoring-Programm der HRW Studienanfänger*innen bei der ersten Orientierung geholfen und Tipps für einen guten Studienstart gegeben. Klar hat man, gerade zu Studienbeginn, nicht immer den Kopf oder die Lust dazu, so viele Infos direkt aufzunehmen. Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, die wirklich wichtigen Fragen im Vorfeld zu klären. wenn jemand also schon in der Schule auf dich zukommt und dir die Möglichkeit gibt zu erfahren, was du aus deinen Fähigkeiten machen kannst, solltest du das annehmen. Du hast nichts zu verlieren – nur zu gewinnen. Ich hätte in der Schule selbst nie gedacht, dass ich mal Tutor werde und alles so gut laufen kann, aber hinterher ist man immer schlauer.

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Rüdiger R.

Willst auch du erfahren, wo dich deine Fähigkeiten hinbringen können? Dein Talentscout zeigt es dir.

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